Cholinesterasehemmer

15. Dezember 2012 | Von | Kategorie: News, Pflege News

Cholinesterasehemmer

Bei Cholinesterasehemmern handelt es sich um Medikamente, die vor allem bei der Behandlung einer Alzheimer-Demenz angewendet werden. Sie sind Teil der Behandlung mit Arzneimitteln, die den Verlauf der Krankheit verzögern und die Symptome abschwächen sollen.

Die Cholinesterasehemmer verhindern einen zu schnellen Abbau von Neurotransmittern (Überträgerstoffen) wie etwa des Acetylcholins im Gehirn. Bei Acetylcholin handelt es sich um einen für die Konzentrations- und Gedächtnisleistung zuständigen Überträgerstoff. Wenn sein Abbau verlangsamt wird, kann sich die Gedächtnisleistung verbessern.

Laut dem Pflegeportal curendo.de, tritt die Wirkung der entsprechenden Medikamente nicht sofort ein. Nach einer regelmäßigen Einnahme kann sie sich etwa 3 bis 6 Monate nach deren Beginn entfalten. Ist eine Verbesserung bei Ihrem Angehörigen nicht festzustellen, setzen Sie sich mit dem behandelnden Arzt in Verbindung. Er wird ein Präparat mit einer etwas anderen Wirkstoffzusammensetzung verschreiben, das eventuell besser bei Ihrem Angehörigen anschlägt. Curendo.de nennt drei Präparate mit jeweils anderen Wirkstoffzusammensetzungen: Aricept®  mit dem Wirkstoff Donepezil, Exelon®  mit dem Wirkstoff Rivastigmin und Reminyl®  mit dem Wirkstoff Galantamin.

Cholinesterasehemmer können die beginnende Alzheimer-Demenz, beziehungsweise ihre Symptome verlangsamen und sie stabilisieren. So kann der Betroffene die alltäglichen Aufgaben, die ihm aufgrund der Krankheit schwer fallen, selbst wieder besser in Angriff nehmen.

Auch das Wohlbefinden Ihres Angehörigen kann durch die Cholinesterasehemmer gesteigert werden, da Symptome der leichten Alzheimer-Demenz – wie etwa die Antriebslosigkeit – verringert werden.
Außerdem wird die geistige Leistung des Betroffenen angekurbelt.

Natürlich bewirkt die Medikation nicht bloß eine Verbesserung bei Ihrem Angehörigen. Auch Sie selbst werden ein Stück weit entlastet. Dadurch, dass Ihr Angehöriger sich wieder etwas wohler fühlt und die leichten Symptome der Alzheimer-Demenz gemindert werden, kommt er selbst wieder besser im Alltag zurecht. Dadurch, dass Sie sich zwar noch kümmern aber sich vorerst nicht mehr ganz so viele Sorgen machen müssen, können sie die Krankheit ein wenig lockerer angehen. Allerdings muss Ihnen klar sein, dass Cholinesterasehemmer die Demenz in keinem Fall stoppen, sie verlangsamen lediglich ihr Fortschreiten. Einige Zeit nach der Verbesserung durch die Medikation muss mit einer erneuten allmählichen Verschlechterung gerechnet werden. Eine weitere Verzögerung der Krankheit ist dann mit anderen Medikamenten möglich.

Die Cholinesterasehemmer werden nicht direkt in einer konstanten Dosierung verabreicht, sondern nach und nach aufdosiert. Grundsätzlich sind sie dann gut zu vertragen, da sich der Körper langsam an die Medikamente gewöhnen kann. Die meisten Menschen vertragen also Cholinesterasehemmer, was aber nicht heißt, dass es keine Nebenwirkungen gibt, die bei einigen zum Beenden der Medikation führen.

Wie auch curendo.de beschreibt, haben die Cholinesterasehemmer – wie andere Medikamente auch – Nebenwirkungen. Jedes der drei Präparate weist hierbei andere Nebenwirkungen auf.

Am häufigsten Betroffen ist der Magen-Darm-Bereich. Treten zum Beispiel Durchfallerkrankungen oder Übelkeit auf, sollten Sie den behandelnden Arzt informieren, der daraufhin ein anderes Präparat anwenden wird.

Teilen Sie dem Arzt Ihres Angehörigen auch unbedingt schon beim ersten Termin Vorerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen und generelle Herzerkrankungen, Atemwegsbeschwerden, Probleme mit Geschwüren, Blasenprobleme und krampfartige Anfälle mit, damit er keine falsche Medikation vornimmt. In den genannten Fällen dürfen Cholinesterasehemmer gar nicht erst verschrieben werden.

Es sollte auch darauf geachtet werden, dass Cholinesterasehemmer Wechselwirkungen mit anderen Stoffen haben können. So zum Beispiel mit verschiedenen Arten von Antibiotika oder Johanniskraut, aber auch mit Arzneistoffen wie Metoprolol, Parooxetin, Fluoxetin und Carbamazepin. Sind Sie sich nicht sicher, ob Wechselwirkungen bei Ihrem Angehörigen entstehen können, setzen Sie sich wiederum mit dem entsprechenden Arzt in Verbindung.

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