Der Pflegenotstand: durch spanische Pflegekräfte endlich beendet?

9. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Informationen, News, Pflege Allgemein, Pflegeausbildung

Der Pflegenotstand: durch spanische Pflegekräfte endlich beendet?

 

Da sich viele Menschen wünschen, nicht in einem Altersheim oder einer ähnlichen Einrichtung alt zu werden, sondern in den eigenen vier Wänden, herrscht mittlerweile ein echter Notstand an Pflegekräften. Da es sich bei diesen sozialen Berufen um körperlich sehr anstrengende und meistens schlecht vergütete Arbeiten handelt, lassen sich auch immer weniger junge Menschen in diesem Bereich ausbilden. Dadurch, dass die Menschen jedoch immer älter werden, scheint die einzige Alternative die Vermittlung von Pflegekräften aus dem Ausland zu sein. Im Folgenden sollen die Möglichkeiten vorgestellt werden, wenn es sich bei einer solchen Vermittlung einer Pflegekraft aus Spanien handelt.

Die Vermittlung von Pflegekräften
Verschiedene Personaldienstleiser haben diese Möglichkeit bereits erkannt und sich mittlerweile auf die Vermittlung von Pflegekräften aus Spanien spezialisiert. Vor allem durch die aktuelle spanische Wirtschaftslage und den demografischen Wandel in Deutschland profitieren von diesem Modell meist beide Seiten. Der Dienstleister prüft seine spanischen Bewerber, neben den fachlichen Kompetenzen, auch auf die sprachlichen. So muss ein Sprachkompetenz-Test abgelegt und bestanden werden. Dieser ist zwingende Voraussetzung für die Arbeit in einem deutschen oder Schweizer Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung. Besonders die Vermittlung in die großen Städte Deutschlands wird dabei angestrebt.

Die Ausbildung in Spanien
Eine Pflegekraft wird in Spanien jedoch keinesfalls weniger gut ausgebildet, als in Deutschland. Dort ist dieses Berufsbild mittlerweile sogar vollständig akademisiert. Auch deshalb gehören die Pflegekräfte aus Spanien zu dem besten in Europa.
Damit die Studiengänge weltweit möglichst vergleichbar sind, wurde das spanische Pflegestudium mittlerweile auf vier Jahre aufgestockt. Damit soll dem technischen Fortschritt, der sich auch in der Pflege bemerkbar macht, Rechnung getragen werden. So soll ein anspruchsvoller Alltag in einer Klinik ebenso reibungslos ablaufen, wie die Pflege älterer Menschen in den eigenen vier Wänden.
In Spanien kann jedoch auch eine Ausbildung als Pflegehilfskraft absolviert werden. Diese endet mit dem Titel „Auxiliar de enfermería“. Die Aufgaben einer Pflegehilfskraft kommen der einer deutschen Krankenschwester relativ nahe, da sie auch Aufgaben, wie etwa die Essensausgabe und die Grundpflege übernimmt.

Die Vermittlung der Pflegekräfte
Durch die weltweite Vereinheitlichung der Studiengänge, lässt sich das Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften mittlerweile sehr gut mit den Lerninhalten in Deutschland vergleichen. Hierzulande ist die Ausbildung zur Pflegerin oder zum Pfleger üblich. In der Schweiz handelt es sich dabei um ein Studienfach. Die Lerninhalte sind jedoch fast vollständig identisch.
Häufig wird befürchtet, dass wenn ein Studium in einem so praxisorientierten Beruf absolviert wurde, die reine Theorie im Arbeitsalltag nicht ausreicht. Deshalb handelt es sich bei dem spanischen Studium um ein interdisziplinäres Studium. Es werden also Theorie- und Praxis miteinander verbunden. Auch eine Differenzierung im Studium ist möglich. So können sich die Pflegekräfte bereits in dieser Zeit spezialisieren und in dem gewünschten Bereich noch intensiver ausbilden lassen.

Eine professionelle Vermittlung durch eine Agentur
Die Personalberatung Gesundheitswesen, welche die die spanischen Pflegekräfte vermittelt, nimmt die Prüfung dieser sehr ernst. Nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern auch in rechtlicher müssen die Bewerber überzeugen können. In einem persönlichen Gespräch wird dann noch über den allgemeinen Eindruck entschieden. Durch die Tatsache, dass jeder Kunde andere Anforderungen an das Pflegepersonal stellt, ist es nicht immer leicht die passende Pflegekraft zu finden. Deshalb wird genauestens überprüft, welche Bewerber sich eignen und welche nicht. Da jedoch auch die persönliche Ebene stimmen muss, bleibt die endgültige Auswahl dem Kunden überlassen. Die passenden Pflegekräfte werden allerdings von der Personalberatung Gesundheitswesen ausgesucht. In einem persönlichen Vorstellungsgespräch lernen sich Pflegekraft und Kunde anschließend kennen.
Um die rechtlichen Gesichtspunkte und die Anerkennung von sprachlichen Kenntnissen, kümmert sich anschließend die Vermittlungsagentur. Der Vermittlungsprozess wird somit komplett von dem Anbieter übernommen und endet erst mit dem Abschluss eines Arbeitsvertrages. Auch danach steht Vermittlungsagentur den beteiligten Personen gerne noch zur Verfügung. Denn besonders bei den komplizierten Anerkennungsverfahren sind die meisten Menschen schnell überfordert.

Ein Kommentar auf "Der Pflegenotstand: durch spanische Pflegekräfte endlich beendet?"

  1. Danja sagt:

    Durch spanische Arbeitskräfte wird sich das auch alles nicht bessern. Es verschwindet einfach zu viel Geld bei der Bürokratie

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