Pflegestufen in der häuslichen Pflege

26. April 2013 | Von | Kategorie: News, Pflege News

Pflegestufen in der häuslichen Pflege

In den letzten Jahren sind für die Pflegestufen in häuslicher Pflege mehrere Reformen auf den Weg gebracht worden. Die Leistungen, die von  den Krankenkassen anerkannt werden, sind seit dem 1.1.2013 erhöht  worden. Außerdem gibt es zusätzliche Sachleistungen und Pflegegeld für  Menschen mit dem dementiellen Syndrom in der häuslichen Pflege.

Man unterscheidet Pflegesachleistungen für die häusliche Pflege,  Pflegegeld und zusätzliche Leistungen. Unter Pflegesachleistung versteht man die Ausgaben für den Pflegedienst, Pflegegeld steht für privat   geleistete Aufwendungen zur Verfügung, etwa wenn Angehörige die Pflege  leisten. Der Zusammenhang zwischen beiden Leistungsbereichen ist etwas  kompliziert, weil die Beträge aufeinander bezogen werden, um Kosten zu  sparen. Werden zum Beispiel 50 Prozent der Pflegesachleistung für den  Pflegedienst verwendet, stehen nur 50 Prozent des Pflegegeldes zur  Verfügung. Zusammen ergeben sich immer 100 Prozent, es ist also nicht  möglich, die angegebenen Beträge einfach zu addieren. Wenn der  Pflegedienst 75 Prozent als Pflegesachleistung abrechnet, werden vom  Pflegegeld nur noch 25 Prozent von der Krankenkasse auf das Konto des  Pflegebedürftigen überwiesen.

Die Pflegestufen sind seit langem in drei Abteilungen aufgeteilt. Neu  hinzugekommen ist die Pflegestufe 0. In dieser Stufe, die besonders für  Menschen mit ersten Erscheinungen des dementiellen Syndroms eingerichtet wurde, werden für Pflegesachleistungen 255 Euro abgerechnet, das  Pflegegeld beträgt maximal 120 Euro.

In Stufe I, die für erheblich Pflegebedürftige gilt, stehen 450 Euro für die Pflegesachleistung zur Verfügung und 235 Euro für die häusliche  Pflege.  Schwerpflegebedürftige werden von Pflegestufe II erfasst. Hier  werden für die Pflegekosten für den Pflegedienst bis zu 1100 Euro von  den Kassen anerkannt. Für private Pflegeleistungen werden maximal 440  Euro übernommen.

In Pflegestufe III befinden sich Schwerstpflegebedürftige mit besonders  hohem Pflegebedarf und Härtefälle. Die Pflegesätze betragen hier 1550  Euro für professionelle Pflege und 700 Euro für private Pflege.

Außer für Pflegestufe 0 können zusätzlich jährlich Kosten für  erheblichen Pflegeaufwand geltend gemacht werden. Für Stufe I bis III  werden 1200 Euro oder 2400 Euro ( für private Pflege) anerkannt.

Für Pflegehilfsmittel werden außer in Pflegestufe 0 bis zu 31 Euro bewilligt.

Zusätzlich gibt es als neue Möglichkeit die  Verhinderungspflege, um  pflegende Angehörige zu entlasten. Pflegepersonen sind im Rahmen ihrer  pflegerischen Tätigkeit unfallversichert.

Für eine vollstationäre Pflege werden in Pflegestufe I 1023 Euro von den Kassen übernommen, in Stufe II 1279 Euro und in Stufe III 1550 Euro.  Auch durch diese Erhöhung der Pflegesätze werden Pflegeheime im Ausland immer attraktiver. Durch den Währungsunterschied  sind die Kosten dort  deutlich niedriger, weshalb Patienten in Grenznähe zunehmend diese  Alternative in Betracht ziehen.

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